Hochwasserschutz am Beispiel Saalbach

Weitreichende Überschwemmungen sehr unwahrscheinlich/regelmäßige Vorsorge

Dramatische Bilder erreichen uns leider in diesen Tagen aus den Hochwasser-Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen. Die Gedanken sind bei den ums Leben gekommenen, verletzten oder vermissten Menschen und bei allen, die durch die Naturgewalten ihre Existenz verloren haben. Und bei den vielen heldenhaften Rettern und Helfern, die unermüdlich im Einatz sind und sich teilweise selber in Gefahr bringen müssen. Viele fragen sich nun vielleicht auch bei uns, könnte so etwas auch hier passieren? Wie steht es um den Hochwasserschutz, beispielsweise beim Saalbach? Das Gewässersystem Saalbach / Saalbachkanal nimmt im Starkregenfall erhebliche Wassermengen aus dem Kraichgau auf. Allerdings wird durch den außerhalb verlaufenden, entlastenden Saalbachkanal ein Großteil davon aus der Gemeinde herausgehalten. Im Extremfall ist aber auch dessen Kapazität begrenzt. Deshalb gilt im Zug eines seit Jahren verfolgten Konzepts zum Hochwasserschutz, jeher ein besonderes Augenmerk vor allem der Saalbach, die mitten durch Karlsdorf fließt. Weil das Gewässer gerade im Sommer sehr stark mit Pflanzen zugewuchert wird, kommen regelmäßig Mähboote zum Einsatz, um den permanenten Wasserdurchfluss sicherzustellen. Ein Augenmerk gilt auch den von vielen als possierlich angesehenen Nutrias, deren übermäßige Bauaktivitäten jedoch Dämme instabil machen können. Mit einem sogenannten Gewässerentwicklungsplan sind für die Saalbach bereits Grundlagen mit Blick auf Abflussvermögen und ökologischer Entwicklung vorhanden: Ein Ingenieurbüro hat eine Bestandsaufnahme des gesamten Gewässersystems von Heidelsheim bis Neudorf erarbeitet. Dabei spielt neben der ökologischen Verbesserung des Gewässers die Hochwassersicherheit eine große Rolle. Fazit: Eine Garantie, dass in Punkto Hochwasser niemals etwas passiert, kann niemand geben. Jedoch sind schon die örtlichen, topographischen Gegebenheiten - keine Tallage, sondern relativ großflächig verteilt auf die Ebene - so, dass verheerende, weiträumige Überflutungen durch Saalbach oder auch Pfinz äußerst unwahrscheinlich sind. Das ist aber sicher kein Grund, sich zurückzulehnen. Der Hochwasserschutz muss dauernd beachtet und überprüft werden. Die Fortentwicklung der Gewässer, etwa mit mehr natürlichen Entfaltungsmöglichkeiten außerhalb der bebauten Ortschaften, was zusätzliche Pufferzonen schafft, könnte dabei ein konkretes Ziel sein.

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